Wie das Schicksal so will bescherte die Auslosung zum Viertelfinale der Europa-League der Dortmunder Borussia den FC Liverpool zu Gast. Ein Duell, was schon ohne die Personalie Jürgen Klopp dem gemeinen Fußballromantiker so einiges abverlangt. Durch die Personalie Jürgen Klopp geriet die große Tradition der beiden Vereine sowie die immense sportliche Bedeutung des Spieles etwas in den Hintergrund, weshalb sich der Vorstand des BVB dazu aufgerufen sah den Fan zu ermahnen, die Situation rund um Jürgen Klopp doch bitte vor und während des Spiels auszublenden. Dies sollte nicht ganz, aber doch so einigermaßen gelingen.  Gelungen war an diesem Tag auch das frühlingshafte Wetter, das uns auf unserer Fahrt aus den Niederungen des Westerwaldes bis nach Dortmund begleitete. Ganz im Gegensatz zum Spiel gegen Tottenham waren wir diesmal sehr pünktlich am Stadion, mit fast zwei Stunden vor Spielbeginn fast schon zu pünktlich. Der Großteil machte sich direkt auf den Weg ins Stadion um nichts rund um diese brisante Begegnung herum zu verpassen. Dieses Mal hätte man die ersten Minuten allerdings getrost verpassen können, die Borussia tat sich von der ersten Minute an bis zum Ende schwer, ihren Spielrhythmus aufzunehmen. Logische Folge war am Ende das Endergebnis von 1:1, was in der Tendenz sogar eher etwas glücklich war, wenn man nur allein die Leistung des Dortmunder Torhüters Roman Weidenfeller heranzieht, der eindrucksvoll zeigte, wer der beste Torwart im Dortmunder Kader ist. Da man mit dem 1:1 angesichts der schlechten Tagesform fast aller Leistungsträger so schließlich noch mit einem einigermaßen blauen Auge davon kam war die Stimmung auf der Rückfahrt doch recht gut, es wurde noch viel getrunken und gelacht, auch dank Burkhard Sehr, der Lokstedter geschwängert launisch und unterhaltsam die Verlosung zum Tippspiel moderierte.

 

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